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Viertage-Wanderung
Geschrieben von: Christa Barth   
Wandergruppe_2009_07Letztens sind wir 4 Tage über die Berge gewandert....

Wir, d.h. unsere Gruppe bestand aus 10 Personen und das waren: Bernhard und Jutta, Klaus und Gisela, Hubert und Renate mit Hündin Cara, Rudi und Hana sowie Meinolf und Christa.

Organisatoren bzw. die Idee kam von Bernhard und Jutta

Ausgangspunkt unserer Wandertour war Thusis in der Schweiz. Nach der 1. Übernachtung in Thusis wurden am nächsten Morgen die Wanderstiefel geschnürt und der Rucksack für die Tagesverpflegung gepackt. Bei schönstem Sonnenschein begaben wir uns auf den Kultur- und Weitwanderweg "Via Spluga".

Die Gruppe unterteilte sich in "erfahrene Bergwanderer" und "Neulinge". In einem Erlebnismagazin wird die Via Spluga als "Schönheit und Schrecken der Bergwelt" bezeichnet. Oberstes Gebot beim wandern - das wurde den "Neulingen", zu denen auch ich gehörte - beigebracht, ist: Beim gehen immer auf den Weg schauen und nicht in die Umgebung, beim schauen stehen bleiben!

Der 1. Tag führte uns durch die "schrecklich schöne Vialmala-Schlucht über Zillis bis Andeer. Nach etwa 5 Stunden Gehzeit erreichten wir Andeer, wo wir zunächst die müden Füße ausstreckten und uns mit einem Bier erfrischten. Cara, die uns alle treu begleitete, bekam natürlich auch einen Napf mit Wasser, streckte anschließend "alle Vier" von sich und war entschlummert. -  Anschließend durften wir uns noch in einem großen Mineralbad erholen und die Berge mit dem wolkenlosen Himmel auf uns wirken lassen. Schnell waren alle Anstrengungen des Tages vergessen.

2. Tag: Nach dem Frühstück ging es weiter -Schuhe geschnürt und Tagesrucksack gepackt. Die Route ging heute von Andeer über die Roflaschlucht nach Splügen mit einer Gehzeit von etwa 5,30 Stunden und natürlich immer bergauf und bergab. Die Roflaschlucht war für uns alle noch beeindruckender als die Viamala-Schlucht. Immerhin hat sich der Erbauer der Felsengalerie in mühsamer Handarbeit von den Niagarafällen inspirieren lassen. Da kann man sogar trockenen Fußes den Rhein unterqueren. In Splügen, einem kleinen Passdorf mit eindrucksvollem Hintergrund alter Verkehrsgeschichte verbrachten wir die Nacht, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.

3. Tag: Heute lag die höchste und weiteste Strecke vor uns, nämlich die Wanderung von Splügen über den Splügenpass. Nachdem wir die Baumgrenze hinter uns gelassen, führte uns die Via Spluga über den historischen, heute wieder instand gesetzten Saumweg hinauf auf den Splügenpass. Unterwegs konnten wir vielfach Murmeltiere beobachten und auch die blühenden Alpenrosen bewundern.  Auf der Passhöhe überquerten wir die Grenze Schweiz/Italien. In dieser Höhe - immerhin waren es über 2.100 m waren wir froh, dass wir für kühlere Temperaturen vorgesorgt und ein wärmendes Teil im Rucksack hatten.

Nun ging`s bergab bis Monte Spluga und anschließend durch die Cardinello-Schlucht nach Isola. Hier konnte uns schon an gewissen Stellen ein Schaudern beim Blick in die Tiefe beschleichen - nicht unbedingt etwas für jemand, der nicht schwindelfrei ist. Nach einer Gehzeit von etwa 7.30 Std. erreichten wir Isola und von dort ging es mit dem Pkw nach Madesimo, wo wir unser Nachtquartier hatten. Am Abend gab es noch ein Gewitter und Regen, aber am nächsten Morgen erwartete uns wieder ein strahlend blauer Himmel und wer will dabei nicht wieder fröhlich die Wanderschuhe schnüren?

4.Tag: heute, der letzte Tag unserer Wanderung verlief mehr oder weniger im Talverlauf entlang des Flusses Liro durch das enge Val SanGiacomo. Teilweise kletterten wir über gewaltige Felsblöcke, passierten verlassene Siedlungen und machten auch kurze Rast unter riesigen Kastanienbäumen.  Im Wallfahrtsort Gallivaggio beendeten wir unsere Wanderung und fuhren mit dem Pkw bis Chiavenna, dem Ziel unserer Tour, da wir sonst unser Hotel nicht rechtzeitig erreicht hätten und uns die Hitze auch ein wenig zu schaffen machte. Cara nutzte unterwegs jede Gelegenheit, ein Bad zu nehmen.

Im Städtchen Chiavenna, einem regionalen Zentrum, angelangt, bezogen wir erst einmal unsere Zimmer, erfrischten unsere müden Knochen, liessen dann aber recht bald das südländische Flair der Stadt mit seinen zahlreichen Straßencafe´s , Laubengängen, Plätzen und Palästen auf uns wirken. Gerne hätten wir noch die halbe Nacht dort verbracht., aber am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege und zumindest vier der Gruppe, nämlich Klaus und Gisela sowie Meinolf und Christa mußten mit dem Linienbus über den Splügenpass zurück nach Thusis, dem Ausgangspunkt unserer Wandertour. So konnten wir auf der Rückfahrt die meisten Stationen unserer Route noch einmal an uns vorbeiziehen lassen. Nach einem gemeinsamen Cappucino in Thusis trennten sich auch unsere Wege mit dem

Fazit: Es waren wunderschöne, wenn auch manchmal etwas anstrengende, gemeinsam verbrachte Tage, an die wir gerne zurückdenken.